EINSTIMMIG

hat das österreichische Parlament den Beitritt der Tschechei in die EU beschlossen. EINSTIMMIG. Nicht ein oder eine Abgeordnete hat dagegen gestimmt, sich der Stimme enthalten oder den Saal verlassen. Nicht einer.
Sie haben damit zugestimmt, daß ein Land in die EU kommt, welches den Mord, die Vertreibung und die Beraubung von Millionen Sudetendeutschen und Alt-Österreichern auf seinem Schuldkonto hat. Und daß ein menschenrechtswidriges Gesetz wie die Beneš Dekrete nach wie vor Gültigkeit hat.
Die halbherzigen Entschuldigungen drittklassiger Politiker zählen gar nichts. Selbst wenn die Tschechen, wie die Deutschen (was sie nie tun würden), ununterbrochene Entschuldigungsrituale und Demutsgesten praktizieren würden, würde dies gar nichts nützen.
Mord bleibt Mord, Raub bleibt Raub, Diebstahl bleibt Diebstahl.
Und Vertreibung bleibt Vertreibung.
Wenn sie noch so viele österreichische Politiker finden, die ihre blutigen Hände küssen und auf etwas verzichten, was ihnen nie gehört hat und für das sie gar kein Recht haben zu verzichten, ändert das an den Tatsachen gar nichts.
Wenn jemand in ein Haus einbricht, den Besitzer erschlägt und die Angehörigen vertreibt, wenn er daraufhin das Haus bezieht und hundert Jahre drinnen wohnt – so ist das noch immer nicht sein Haus und Grund und seine Strafe ist offen.
Wem das rechtlich nicht einleuchtet, der nehme sich an den Juden ein Beispiel.
Daß kein einziger österreichischer Abgeordneter im Parlament gegen den Beitritt der Tschechei protestierte, ist eine Schande.
WIR PROTESTIEREN




KOMMENTARE ZUM ZEITGESCHEHEN – Herausgeber: Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP), - Medieninhaber: Ingrid Kraßnig, Alle: 9020 Klagenfurt, Berthold Schwarz Straße 33. Hersteller: Probst-Print, A-2483 Ebreichsdorf
HELFEN SIE UNS BITTE BEI DER VERBREITUNG DIESES FLUGBLATTES. Wir senden Ihnen gerne weitere Exemplare sowie Probenummern der KOMMENTARE kostenlos zu. Alle Zuschriften an KOMMENTARE, Postfach 543, 1171 Wien.