Wenn es in Österreich Herbst
wird, geschehen manche Dinge so sicher wie das Vergilben des Laubs, zum Beispiel
die Ankündigung unserer Arbeitsgemeinschaft für Politik, eine Akademie-Tagung
veranstalten zu wollen. Und wie das Amen in der Kirche folgt darauf eine so
synchrone Hetzkampagne in den Medien, daß unwillkürlich eine Orchestrierung
vermutet werden muß.
Sie verstecken es gar nicht: die Quelle nennt sich „DÖW“, lebt
vom Staat, also vom Geld der Bürger, und sprudelt selbstgebrauten anachronistischen
„Antifaschismus“.
Die DÖW-ler halten anscheinend die AFP für eine gefährliche Vereinigung
von Feinden einer Demokratie, die ausgerechnet sie, die in einer kommunistischen
Garküche pochiert wurden, verteidigen zu wollen vorgeben.
Der gehorsame Nachhall der DÖW-Unkenrufe ist in vielen Blättern zu
finden. Viel ist da von bösen „Extremisten“ die Rede, von „rechter
Gefahr“. Vermeldet wird u.a., daß Robert Strießnig, Bürgermeister
„alle Hebel in Bewegung setzen will, um die Veranstaltung zu unterbinden“.
(Und wir dachten, das Recht der Versammlung sei garantiert, und Behörden
hätten dieses Recht zu schützen, nicht aber zu bekämpfen!)
Sonderbar nur, daß z. B. die „Kleine Zeitung“, nach „Aufregung“
und „Empörung“ zuletzt sogar den amtlichen Demokratieschützer
von Kärnten, also den dortigen Leiter der politischen Polizei, Helmut Mayer,
wie folgt zitiert: „Er [H. Mayer] berichtet, daß solche Treffen
von Rechten seit fast 40 Jahren in allen Bundesländern stattfinden. Mehrmals
sei Feldkirchen Veranstaltungsort gewesen. Auffälligkeiten oder strafgesetzwidrige
Vorgänge habe es nie gegeben.“ [Hervorhebung durch WB].
Wie bitte? Seit 40 Jahren? Nie was gewesen?
Ein halbwegs gehirnbestücktes Wesen müßte annehmen, der Logik
folgend, daß ein Kreis politischer Freunde, die sich durch vierzig Jahre,
trotz allerlei Anfeindungen und übler Nachrede, gesetzeskonform und ordentlich
verhalten hat, keinerlei „Gefahr“ sein kann.
Um dies zu erkennen, muß man es nicht einmal zum „wissenschaftlichen
Leiter“ gebracht haben, denken wir. Aber vielleicht geht es Herrn Neugebauer
nur darum, zwecks weiterer Subventionen ein gewisses Plansoll an lautem „Antifaschismus“
vorzuweisen zu können.
Schließlich hängen wohl auch davon seine politisch geförderten
Frühstücksbrötchen ab.
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